Aktuelles

Ein neuer Flyer informiert in Kürze über das Blockhaus!

Ein Flyer zum Blockhaus Vollendorf in Eichhof steht kurz vor der Fertigstellung! In prägnanter Weise werden Sie über das Haus informiert. Er ist als touristische Information ebenso gedacht, wie er auch dazu dienen soll, etwas "nach Hause" mitnehmen zu können. 

Aktuelle Artikel zum Blockhaus Eichhof im Nordkurier

Simone Weirauch berichtet im Nordkurier vom 26.08.2012 von der bevorstehenden 275-Jahr-Feier von Eichhof und der Urkundenübergabe durch den Amtmann Henrici am Blockhaus Eichhof! Lesen Sie hier weiter!

In einem weiteren Bericht von Simone Weirauch vom 22.05.2012 wird von den ersten Erfahrungen mit dem Museumscafé seid der Gründung am Denkmaltag 2011 gesprochen. Klicken Sie hier, um zum Artikel weitergeleitet zu werden. 

Neue Infotafel zum Blockhaus

Infotafel Blockhaus Eichhof
Auf der Schautafel wird eine kurze geschichtliche Einführung zum Blockhaus gegeben. Die Tafel entstand mit freundlicher Unterstützung des Landkreises Uecker-Randow.
11.11.18 Tafel Blockhaus Vollendorf.pdf
PDF-Dokument [7.9 MB]

Neue Infotafel zum Ort Eichhof

Infotafel zum Ort Eichhof
Die Ortsgeschichte und wichtige Bauten des Ortes werden vorgestellt. Auch diese Tafel entstand mit freundlicher Unterstützung des Landkreises Uecker-Randow.
11.11.18 Tafel Eichhof.pdf
PDF-Dokument [7.2 MB]

Denkmalpreis 2011 an Jean Vollendorf

In einem feierlichen Akt wurde am 11.09.2011 bei der landesweiten Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals in Barth der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis an Jean Vollendorf auf Grund vorbildlicher Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung des Blockhauses Vollendorf in Eichhof übergeben!

 

Zu Friedrich Lisch: siehe Wikipedia

Haff-Zeitung vom 07.09.2011: Preis für Denkmal aus Holz und Lehm

Jean und Silke Vollendorf sowie Peter Petersen vor dem Eichhofer Blockhaus. Sie erwarten am Sonnabend viele interessierte Gäste, am Sonntag sind sie in Barth, wo Jean Vollendorf den Landesdenkmalpreis erhält.

Denkmal

Ein Museum, das ohne Vitrinen auskommt, öffnet am Sonnabend in Eichhof. Da lässt sich viel über die Geschichte der Region in Erfahrung bringen.

 

Von Simone Weirauch

 

Eichhof. Als die Großeltern ihm das Stück Land mit dem alten Haus darauf schenkten, ahnte Jean Vollendorf nicht, auf welches Abenteuer er sich einlässt. Opa hatte gemeint: Reiß den alten Katen ab. Doch alles kam anders. Jetzt steht auf dem Eichhofer Grundstück in der Straße der Einheit 96 ein fachmännisch restauriertes Blockhaus aus dem Jahr 1745. Das Haus ist ein Zeugnis der Siedlungsgeschichte der Region, die einst Amt Königholland hieß. Aus Holzbalken und Lehm auf dem blanken Boden errichtet, mit Reet gedeckt, bot es über die Jahrhunderte einfachen Leuten ein zuhause. Unter einem Dach liegen zwei Haushälften mit jeweils zwei winzigen Wohnungen. Mit seinen wechselnden Bewohnern lebte auch das Haus weiter, bis 1995. Da starb Otto Albrecht, der letzte Bewohner, im Alter von 96 Jahren. Er hinterließ das Haus den Großeltern von Jean Vollendorf, die es wiederum dem Enkel schenkten. Aber was sollte der junge Mann mit einem solchen Haus anfangen? Kein fließend Wasser, die Stuben so eng und niedrig, dass man instinktiv den Kopf einzieht. Kerne glatten Wände, einfache Fenster mit Scheiben, Fensterläden und Beschlägen, die im Laufe der Jahrzehnte wohl noch nie ausgewechselt worden sind. In fensterlosen Küchenkammern stehen gemauerte Kochmaschinen aus dem 19. Jahrhundert. Darüber erhebt sich eine riesige Glocke für den Rauchabzug, aus Lehmziegeln gemauert. An denen klebt der Ruß von zweieinhalb Jahrhunderten.

Früher hat Jean Vollendorf dem alten Otto Albrecht geholfen, das Haus hier und da notdürftig zu reparieren. Vor allem das Dach war kaputt. Der junge Mann, der Maurer und Fliesenleger gelernt hat, ist nicht nur handwerklich geschickt. Er hat auch einen wachen Sinn für alte, historische Dingen. Manchmal träumte er davon, prächtige Kirchen zu restaurieren oder geschichtsträchtige Mauern auszugraben. Der alte Dorfkaten in Eichhof war das Letzte, was Jean Vollendorf lockte. Bis er Peter Petersen kennen lernte. Der Fachmann für Baugeschichte und Denkmalpflege sah sich das Haus an und war fasziniert. Mit seiner Begeisterung für das Blockhaus und seine Geschichte steckte er Jean Vollendorf und seine Frau Silke an. Sie haben sich also auf das Abenteuer eingelassen. Doch wer ein Denkmal ausbaut, braucht außer Idealismus auch Geld. Ohne die Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und vom Landesamt für Denkmalpflege wäre das Vorhaben aussichtslos. Aber auch der Eichhofer Eigentümer packte kräftig mit an. Mehr als zehn Jahre brauchten Vollendorfs, um das alte Blockhaus mit Fachwerkteil zu sanieren und restaurieren. Der Förderverein, den Jean Vollendorf mit seiner Frau Silke, Peter Petersen und Freunden 2010 gegründet hat, sorgt jetzt dafür, dass das Denkmal im Dorf von vielen Menschen gesehen und erlebt werden kann. Die Besucher können eintreten und nachempfinden, wie Menschen vor mehr als 250 Jahren wohnten: bodenständig und bescheiden. An diesem Sonnabend wird das restaurierte Blockhaus der Öffentlichkeit präsentiert. Es ist von 13 bis 18 Uhr geöffnet, Besucher können sich bei den Vollendorfs und Peter Petersen über die Geschichte des Hausees und die baulichen Besonderheiten informieren. In einer Stube ist ein kleines Museumscafé eingerichtet, dort serviert Silke Vollendorf Kaffee und Kuchen am runden Ausziehtisch. Außerdem ist eine Grafik-Ausstellung von Hartwig K. Neuwald zu sehen. Künftig wird das Eichhofer Blockhaus für Besucher jeden Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein, wer außerhalb dieser zeit eine Führung wünscht, kann sich bei Silke Vollendorf telefonisch anmelden.

An diesem Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, sind die Hausherrn jedoch nicht vor Ort. Dann nämlich wird Jean Vollendorf für sein Engagement ausgezeichnet. In Barth erhält er den Denkmalpreis. Den Friedrich-Lisch-Pries gibt es seit 2008. Friedrich Lisch (1801 – 1883) war ein bedeutender Mecklenburgischer Altertumsforscher.

Telefon 039778 29937

www.blockhaus-eichhof.de

Artikel aus der Haff-Zeitung, S. 15 vom 7. September 2011

Veröffentlichungserlaubnis vom 14.09.2011 von Simone Weirauch, Redaktion Haff-Zeitung. Ein Download sowohl der Fotos als auch des Textes ist aus presserechtlichen Gründen nicht erlaubt!