Spenden

Auch ohne Mitglied im Förderkreis zu sein, können Sie die Erhaltung des Blockhauses Vollendorf in Eichhof unterstützen.


Wir freuen uns natürlich über jede Spende und sichern Ihnen zu, dass sie dem Gebäude direkt zu Gute kommt!

 

Bankverbindung: Förderkreis Blockhaus Vollendorf in Eichhof e.V.
Sparkasse Uecker-Randow, BLZ: 15 050 400
Kto.Nr.: 35 50 000 099

Bitte geben Sie im Verwendungszweck Ihre Adresse an, damit wir Ihnen die Spendenquittung zukommen lassen können.

Neue Ziele: Wiederherstellung der alten Wandanstriche

Nachdem am 10.09.2011 das Museumscafé eingeweiht werden konnte, hat sich der Verein neue Ziele gesteckt. Um einer musealen Ausgestaltung der Räume näher zu kommen, wünscht sich der Förderkreis die Ausgestaltung der Innenräume nach den vorgefundenen Befunden. Bei einer restauratorischen Untersuchung konnten bis zu 15 unterschiedliche Farnbanstriche in den einzelnen Räumen nachgewiesen werden. In Absprache mit den Denkmalämtern wurde ein restauratorisches Konzept erarbeitet, dass die Farbfassung der Innenräume in der Zeit der Jahrhundertwende (um 1900) zeigen soll! Beispielhaft ist das bereits in einer Stube gelungen. Musterflächen wurden bereits für jeden Raum erstellt. Wir hoffen, dass in den nächsten Jahren Raum für Raum neu gestaltet werden kann! Ihre Spende kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten! 

Das Restaurierungskonzept

Kurzdarstellung des Restaurierungskonzeptes

zum Gutachten des Restaurators Detlef Krohn vom 02.11.1998

 

Das Restaurierungskonzept von Detlef Krohn für die Ausgestaltung der Innenräume des Blockhauses Vollendorf in Eichhof ist eingebettet in die bestätigte, denkmalpflegerische Zielstellung vom 05.11.1998. Sie geht von einer musealen Nutzung des Hauses aus. Entsprechend ist es das Ziel des neu gegründeten Fördervereins, „eine öffentliche, nichtkommerzielle Nutzung der Anlage als Ausstellungs- und Veranstaltungsort“ (§ 2, Abb. 1.3 der Vereinssatzung) zu etablieren.

 

Die geplante Restaurierung der Innenräume ist die wichtigste bauliche Maßnahme, um das Baudenkmal selbst als Präsentationsobjekt einer musealen Nutzung darzustellen. Auch wenn es an Informationen nicht fehlen soll, steht nicht die Informationstafel und die Vitrine im Vordergrund, sondern das (er)fassbare Erlebnis einer vergangenen Wohnkultur auf dem Land! Dies ist in idealer Weise möglich, weil eine Vielzahl von Ausstattungsgegenständen (Fenster, Türen, Kochmaschinen, usw.) überkommen ist und auch die alten Wandfassungen weitestgehend erhalten geblieben sind.

Bei der Auswahl der Musterflächen gab es die folgenden Kriterien:

  1. Bei der restauratorischen Bearbeitung werden vorhandene Wandfassungen konserviert und geschützt! Eine intensive Untergrundbehandlung ist dazu die Voraussetzung.
  2. Bei der Restaurierung der Innenbereiche dürfen nur nachgewiesene Wandfassungen wiederhergestellt werden.
  3. Es wird eine geschlossene Befundsituation für alle Räume des Blockhauses angestrebt.

Zu 1.: Wenn das Haus selbst das wichtigste Ausstellungsstück der geplanten Nutzung bleiben soll, ist es eine zentrale Aufgabe des Vereins, die Originalsubstanz zu erhalten. Dies gilt selbstverständlich auch für die zum Teil große Vielzahl der erhaltenen Raumfassungen. Daher handelt es sich um restauratorische Arbeiten und nicht um Leistungen des Malerhandwerks, da als Vorarbeit eine Konservierung der vorhandenen Substanz nötig ist!

 

Zu 2.: Um die hohe Authentizität des Hauses zu wahren, kommen für die Erstellung der Wandflächen selbstverständlich nur Fassungen in Frage, die im jeweiligen Raum selbst gefunden wurden!

 

Zu 3.: Während einer über 250-jährigen Nutzungszeit haben sich die verschiedensten Wandfassungen aus unterschiedlichsten Zeiten erhalten. Erst für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ist ein durchgängiger Nachweis von Befunden in allen untersuchten Räumlichkeiten erkennbar. Diese geschlossene Befundsituation passt auch zu den meisten der vorhandenen Ausstattungsdetails wie Fenster, Türen, Küchen und Öfen. Dieser einheitliche Zeitschnitt soll im Blockhaus dargestellt werden, um die differenzierte Gliederung der zumeist kleinen Räume des Baudenkmals adäquat darstellen zu können! So sind die aufwendigen Fassungen im Wohn- und Flurbereich zu finden, während in den Kammern die Wandge­staltung deutlich zurückhaltender und bescheidener war. Zudem hat man für diesen Zeitraum auch noch die Chance, eine passende Ausstattung und Möblierung der Räume zu erreichen, um ein geschlossenes Gesamterlebnis für den Besucher möglich zu machen.

 

[Das Restaurierungskonzept wurde 2010 sowohl durch die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Uecker Randow als auch durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege genehmigt!]

 

Peter Petersen, den 08.10.2010